Montag, 2. Dezember 2013

Schöne neue Plastikwelt... ?!


Habt ihr euch schonmal bewusst gemacht mit welchen Mengen an Plastik wir tagtäglich in Berührung kommen? Verpackungen, Tüten, Flaschen, Möbel, Kleidung, Kosmetikprodukte... Wir leben in einer Plastikwelt, denn Plastik ist das billigste und haltbarste Material was es gibt. Unser Verbrauch ist enorm: Weltweit werden über 250 Tonnen Plastik pro Jahr produziert, darunter 600 Milliarden Plastiktüten. Das sind 20 000 Stück (Plastiktüten) pro Sekunde.  

Bleiben wir noch kurz bei den Plastiktüten. Die Nutzdauer einer Tüte beträgt etwa eine halbe Stunde (denkt allein mal an die vielen Gemüsetüten vom Supermarkt). Allerdings braucht Plastik bis zu 1000 Jahre, bis es vollständig zerfällt, eine Tüte bis zu 100 Jahren. Jetzt denkt ihr vielleicht macht ja nix, die werden ja recycelt, dem ist aber nicht so: Nicht mal jede vierte Plastiktüte wird recycelt, da sie viel zu selten in der gelben Tonne landet und nur ca. 20% der Plastikflaschen.

Ein Problem ist dies besonders für die Ozeane. Über 6 Mio. Tonnen Plastikmüll kommen schätzungsweise jährlich in die Meere.  Daher haben sich in den Weltmeeren 5 Plastikteppiche gebildet, welche durch Meeresströmung geformt werden.  Der größte, der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“ ist so groß wie Westeuropa und befindet sich im Nordpazifik. Der Plastikmüll wird von Fischen gefressen, welche wir später essen.
Ach ja, auch schon die Herstellung von Plastik ist problematisch: Synthetisch hergestellte Kunststoffe werden nämlich aus Erdöl, Kohle und Erdgas gewonnen. Insgesamt werden 4 Prozent der globalen Öl- und Gasproduktion dafür verwendet.

Auf der Suche nach Alternativen kommt man zunächst auf Biokunststoff. Der ist aber leider auch keine perfekte Lösung, denn das Ausgangsmaterial wird der Nahrungsmittelproduktion entzogen. Gute Beispiele für den Kampf gegen Plastik sind zB. Frankreich, China, Indien und Pakistan, wo Plastiktüten generell oder in leichter Version verboten sind. In Irland kostet eine  Plastiktüten mittlerweile 44 Cent, dadurch hat sich der Verbrauch drastisch gesenkt. 

Ein umweltverträglicher Konsum lässt sich aber nicht durch solche Regelungen erreichen, sondern ist nur über gesellschaftliche Veränderung und Verzicht möglich. Du kannst damit anfangen, hier sind einige Tipps:
  • Leitungswasser trinken, und aus Plastikflaschen nur dann, wenn es nicht anders geht 
  • Richtige Entsorgung von Plastikmüll
  • Überall wo es geht auf Stofftüten umsteigen 
  • Plastiktüten für Gemüse öfter verwenden 
  • in Geschäften keine Plastiktüten annehmen
Fallen euch noch weitere Tipps ein?
Ach ja: Hättet ihr gedacht, dass sich auch in den täglichen Kosmetikartikeln Plastik befindet? schaut selbst:



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