Dienstag, 7. Januar 2014

Google war GESTERN!

Ecosia ist heute!
Oft beschweren wir uns über den Datengiganten Google und seine Speicherwut uns gegenüber.
Fast schon unheimlich: Google weiß, an welchen Krankheiten man leidet, denn oft ziehen wir die Suchmaschine einem Arztbesuch vor. Google weiß aufgrund der Bildersuche, für welche Schauspieler und Künstler wir uns interessieren. Google weiß, welche Handtasche wir uns gerade wünschen, oder welches Küchengerät wir noch brauchen.
Google weiß einfach alles. Wir werfen ihm ein Monopol der Datensuche vor.
Doch stimmt das wirklich? Oder haben wir doch eine andere Wahl?

Wir sagen JA! - ECOSIA! Die  Suchmaschine die Bäume pflanzt!


Es handelt sich um eine „grüne“ Suchmaschine, die all ihre Server mit Ökostrom betreibt und Emissionen bei den elektronischen Geräten im Büro einspart. Zudem werden mindestens 80% der Werbeeinnahmen gespendet und hauptsächlich Aufforstungsprojekte gefördert. Nach Angaben von Ecosia wurden bisher bereits 177.167 Bäume durch Spenden gepflanzt, fast alle 60 Sekunden kommt ein neuer hinzu. Um die Zahl der Spenden nachvollziehen zu können, werden regelmäßig Spendenbescheinigungen veröffentlicht.

Zwar bezieht auch Ecosia seine Suchergebnisse von Bing und Yahoo, und kann deshalb freilich nicht als 100% „grün“ portraitiert werden. Dennoch arbeitet die Suchmaschine mit nachhaltigen Zielen, gibt an, dass alle Daten nach 48 Stunden gelöscht werden und bietet sogar zusätzlich zu ihren Spenden zur Unterstützung der Umwelt weitere Informationen für ein nachhaltigeres Leben. So rated sie beispielsweise Marken wenn man deren Namen im Suchfeld eingibt.



Du möchtest Google nicht weiter unterstützen, sondern Bäume pflanzen? Dann probiers aus! ;)



Sonntag, 5. Januar 2014

Filmtipp: Das Geheimnis der Bäume



Heute möchte ich euch einen Film ans Herz legen, den ich mir gestern im Kino angesehen habe: DAS GEHEIMNIS DER BÄUME von Luc Jacquet (bekannt auch durch „Die Reise der Pinguine“).

 

„Das Geheimnis der Bäume“ ist ein faszinierender Dokumentarfilm über das Wunderwerk Baum. Er nimmt uns mit auf eine magische Reise zum Ursprung unseres Lebens – nicht umsonst werden die gewaltigen Ur- und Regenwälder die grüne Lunge unseres Planeten genannt. Wir begleiten den Botaniker Francis Hallé und sehen, wie Bäume geboren werden, wie sie leben und wie sie sterben. Derjenige, der glaubt, Bäume seien reglos, wortlos, harmlos – der wird durch diesen beeindruckenden Film überrascht werden.“
Eindrucksvolle Kamerafahrten aus der Vogelperspektive bis in mikroskopische Details und faszinierende Zeitrafferaufnahmen führen uns bildgewaltig die Schönheit der Natur vor Augen – ein wahrlich toller Film!
In diesem Film wird einem nicht nur auf eindrucksvolle Art und Weise in die Geheimnisse der Bäume eingeweiht, sondern auch für deren Gefährdung sensibilisiert - stirbt der Wald, so stirbt das Leben.

Zu sehen ist der Film noch kommende Woche in den meisten deutschen Kinos.
Für die Passauer unter euch: läuft täglich im Metropolis Kino um 16:30 und 18:30 Uhr.
 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Zur Nachhaltigkeit von Banken


Habt ihr euch schon mal überlegt, was die Banken eigentlich mit eurem Geld machen? Wisst ihr wofür es eingesetzt wird? Es wird viel über die soziale Verant-wortung von Unternehmen geredet, dabei denkt man vor allem an die großen multinationalen Konzerne. Aber was ist mit den Banken? Wenn ihr beim Abschluss eines Kontos unterschreiben müsstet, dass ihr damit einverstanden seid, dass euer Geld eventuell in Tierversuche, Gentechnik, Atomanlagen oder Waffenproduktion gesteckt wird, würdet ihr unterschreiben? 

("Herkömmliche") Banken gestalten ihre Investitionen meist nicht transparent. Sie brüsten sich mit den nachhaltigen Investitionen, die sie tätigen, aber solche, die nicht so ein positives Licht auf sie werfen werden nicht publik gemacht. 

Aber es gibt auch Banken, welche nachhaltig investieren, wie zum Beispiel die GLS Bank. Sie gilt als echte Konkurrenz zu „herkömmlichen“ Banken und zeichnet sich durch Transparenz aus. Außerdem besitzt sie eine interne Kontrollinstanz für die Auswahl nachhaltiger Anlagen. Investiert wird bei der GLS Bank nach einem Katalog von Positiv- und Negativkriterien. So wird zB. in erneuerbare Energien investiert, jedoch nicht in Rüstung und Tierversuche.  

Jede Bank hat eine eigene Definition von Nachhaltigkeit und eine etwas andere Ausrichtung. Falls du zu einer nachhaltigen Bank wechseln möchtest, ist es besonders wichtig sich im Vorfeld gut zu informieren. Dies schützt auch davor Geld in Banken oder Fonds zu stecken, welche nur nachhaltig aussehen, es aber nicht sind. Außerdem sollte man zunächst wissen, was einem selber am wichtig ist. Nachhaltige Banken sind außer der GLS Bank zum Beispiel: Triodosbank, Ethikbank und die Umweltbank.

Die Ergebnisse einer interessanten Studie zu dem Thema, welche untersucht, inwieweit deutsche Banken Atomanlagen weltweit finanzieren („Wie radioaktiv ist meine Bank“) sind hier zu finden:  
http://urgewald.org/kampagne/radioaktive-bank/die-strahlenden-banken

Sonntag, 29. Dezember 2013

Feuerwerk und Kinderarbeit

Übermorgen ist der 31. Dezember und die Mehrheit von uns freut sich sicherlich auf das Silvesterfeuerwerk, mit dem wir das neue Jahr 2014 begrüßen werden. Begleitet von „Aaaaahs“ und „Ooooohs“ werden an diesem Tag bunte Raketen in die Luft geschossen, Batterien und Knallkörper gezündet. Im vergangenen Jahr wurde mit Feuerwerksartikeln in Deutschland insgesamt 115 Millionen Euro Umsatz gemacht, eine enorme Summe, wenn man bedenkt, dass Feuerwerkskörper nur an den drei Tagen vor Silvester im freien Handel verkauft werden dürfen.

Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, wo die schönen und lauten Artikel produziert werden, die wir am 31. Dezember entzünden? Wahrscheinlich nicht, mir ging es jedenfalls bis Anfang dieser Woche so, ich hatte keine Ahnung. Nun habe ich mich ein bisschen informiert und musste mit Schrecken feststellen, dass die überwiegende Mehrheit der Artikel unter menschenunwürdigen und sehr gefährlichen Bedingungen in Indien und China hergestellt werden. Nicht nur die überaus schlechten Arbeitsbedingungen, sondern ins Besondere der Einsatz von Kindern als Arbeitskräfte ist absolut schockierend. In Indien, wo nach China die meisten Feuerwerkskörper weltweit gefertigt werden, konzentriert sich die Produktion auf die Region Sivasaki. Die Organisation „Jugend eine Welt“ berichtet, dass dort unter gefährlichsten Bedingungen überwiegend durch Frauen und Kinder die Artikel manuell herstellen. Es existieren keinerlei Bestimmungen, um die Arbeiter vor den gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen zu schützen und auch Sicherheitsvorkehrungen existieren zumeist nicht oder werden missachtet. Dies führt regelmäßig zu schweren Unfällen und Explosionen, bei denen viele Menschen schwer verletzt werden und sterben. Laut Reinhard Heiserer, dem Chef der Hilfsorganisation „Jugend eine Welt“ sei jedoch „ein Verzicht auf Silvesterraketen [...] keine Lösung, da die Arbeit und das Einkommen vieler Familien von ihnen abhängen.“ Er schlussfolgert, dass es deshalb notwendig sei, „mehr Druck auf die Herstellerfirmen auszuüben, um mehr Sicherheit und bessere Löhne für die Arbeiter zu garantieren. Dadurch kann ein Verzicht auf Kinderarbeit gelingen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass sich in diesem Bereich in Zukunft so einiges ändert und die Herstellerfirmen tatsächlich die Produktions- und Sicherheitsbedingungen verbessern.

Wenn ihr trotz allem nicht auf euer Silvesterfeuerwerk verzichten wollt, dann achtet darauf, dass die Artikel zumindest in der EU gefertigt wurden, da bislang leider noch kein Fairtrade-Siegel existiert. Ich für meinen Teil werde dieses Jahr keine eigenen Raketen zünden, denn wenn wir ganz ehrlich sind, ist der Himmel an Silvester eh schon ausreichend bunt beleuchtet. Da kann man doch durchaus davon Abstand nehmen, Feuerwerkskörper zu kaufen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen von Kindern hergestellt wurden!

Freitag, 27. Dezember 2013

Optimaler Kaffeegenuss und der Nachteil von Nespresso Kaffeekapseln

Ich liebe Kaffee und damit bin ich nicht die Einzige. Mit einem relativ hohen pro Kopf Kaffeekonsum von 6,4kg, macht Deutschland 23% des europäischen Kaffeekonsums aus. Deutschland ist demzufolge auch einer der größten Märkte für Haushaltskaffeemaschinen in Europa. Immerhin trinken 38% der Deutschen Kaffee zu Hause. 

Obwohl die Beliebtheit des Röstkaffees ungebrochen ist, steigen seit Jahren die Verkaufszahlen von Kaffee in Kapseln. Es ist mittlerweile Teil des aktuellen Lifestyles geworden, Kaffee in kleinen praktischen Portionen zu sich zu nehmen. Mit Hilfe von George Clooney’s Werbespot sind die Kaffeekapseln von Nespresso ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft geworden. 

Der Genuss von Nespresso & Co. ist auch nicht das Verwerfliche, als problematisch sehe ich hier mehr das Recycling. Die Alukapseln könnten 100%ig recycelt werden, aber das ist nur möglich wenn sie im gelben Sack/ in der gelben Tonne entsorgt werden. Aber viel zu häufig landet der Kapselmüll im Restmüll und damit in der Verbrennungsanlage. Im letzten Jahr allein erzeugte der Kapselkaffee 10.000 Tonnen Abfall. Die Ökobilanz für die bunten Kapseln ist erschreckend, so braucht man für die Herstellung der kleinen Behältnisse aus Aluminium unglaublich viel Energie. Zwar schließen die Aluminiumkapseln das Aroma des Kaffees ganz wunderbar ein, aber das bisschen Metall pro Kapsel summiert sich zu einem riesigen Berg. Bei rund sechs Milliarden Kaffeekapseln kommt man auf circa 6.000 Tonnen Aluminium-Abfälle. Das ist ungefähr soviel wie ein massiver Würfel mit 13 Metern Kantenlänge. 

Außerdem war Kaffee früher ein absolutes Luxusprodukt und nur für besondere Anlässe vorbehalten. Ein Pfund Kaffee war im Supermarkt noch ziemlich teuer. In den letzten Jahren ist der Preis für den Kaffee stark gefallen. Immer günstigerer Kaffee drängt auf den Markt. Die Konkurrenz beim Kaffee steigt und steigt. Dennoch scheinen Kaffeekapseln ein teurer Spaß zu bleiben. Bei einem Preis pro Kapsel in Höhe von ca. 35 Cent kommt man bei einem Kilo Kapselkaffee umgerechnet auf rund 70 Euro.
Eigentlich ist der Siegeszug der Kapseln schon beachtlich: auf die Idee, weniger Kaffee für mehr Geld zu verkaufen musste erstmal jemand kommen! Und normalerweise wären viele sicherlich nicht bereit für ein Kilo Kaffeebohnen diesen Betrag zu bezahlen. In Kaffeekapseln verpackt scheint dieses aber viele nicht zu interessieren. Zum Vergleich: sehr gute Espresso-Bohnen sind im Geschäft schon für ca. 20 Euro das Kilog zu bekommen. Natürlich sind diese dann nicht in Kapsel- sondern in Bohnenform. Aber eigentlich gibt es meiner Meinung nach nichts Besseres, als einen Kaffee aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen.

Wer also auf Müllberge, Recyclingprobleme und teuren Kapselgenuss verzichten möchte, der kann sich beispielsweise mal wieder dem klassischen Filterkaffee oder dem Aufbrühen mit Papierfiltern widmen. Das ist zwar keine neue Erfindung, die Zubereitung dauert länger und wird nahezu zelebriert. Und das wiederum scheint zum aktuellen Trend der Entschleunigung, dem bewussten Genießen perfekt zu passen. 


Geht doch statt in die nächste Nespresso Boutique mal wieder in eine traditionelle Kaffeerösterei, ganz im Sinne von diesem Werbeklassiker: